Unglaublich - Kirchenkabarett

Der Bauverein lud zum Kirchenkabarett

Unglaublich

Unter dieser Überschrift lud der Bau- und Förderverein für Freitag, den 04.11.2016, zu einem Kabarettabend mit dem Hattinger Solokabarettisten Martin Funda ein. Dieser ist neben seiner selbständigen Künstlertätigkeit mit einer halben Pfarrstelle in der Ev. Kirche von Westfalen tätig und hat seinen Dienstsitz in Sprockhövel.

Erster Programmpunkt war – nachdem man dem freundlichen Empfangsteam im Eingangsbereich des Gemeindehauses seine Eintrittskarte gezeigt hatte – ein Sektempfang im Foyer und im kleinen Saal. Dabei wurden ausgiebig Kontakte gepflegt. Im großen Saal waren für die ca. 100 Gäste bereits drei lange Tafelreihen mit gutem Blick auf die Bühne aufgebaut.

Eröffnet wurde der Abend vom Vorsitzenden, Herrn Hartmut Pritz. Er wies in seiner Ansprache auf die Aufgaben des Bauvereins hin, auf die zahlreichen bislang geförderten Projekte und auf das aktuell förderungsbedürftige Sorgenkind: Die Orgel.

Dies wurde anschließend sofort von dem Kabarettisten, der in roter Hose und weißem T-Shirt an der Bühnenrampe gesessen hatte, aufgegriffen: Er habe im Freitagsstau vor Ergste überlegt, ob man die Orgel nicht durch eine Ziehharmonika ersetzen könne; oder besser, ob er die Orgel aus seiner eigenen Kirche in Sprockhövel mitbringen sollte. Die hätte allerdings nach dem Transport möglicherweise ebenfalls Förderungsbedarf.

Außerdem gewann er die Sympathien des Publikums, indem er ein bekanntes Wortspiel neu erfand: Sein Auftritt in Ergste könnte sich als die ärgste Herausforderung seiner bisherigen Karriere erweisen.

Sodann zeigte er sich als Kenner der Kirchenbürokratie: Nachdem er sich überzeugt hatte, dass auch Katholiken im Publikum saßen und die Veranstaltung somit ökumenisch war, reimte er: „Der große Gott in seinem Zorn schuf Bielefeld und Paderborn“. Damit ‚zitierte‘ er seine evangelischen und katholischen Amtsbrüder, die vom Landeskirchenamt Bielefeld bzw. vom Erzbistum Paderborn aus regiert werden.

Während das Publikum sich noch amüsierte, hatte ein freundliches Team im kleinen Saal ein liebevolles kaltes Schnittchenbuffet aufgebaut. Dieses Team füllte auch den nach dem Pausensignal vorbeiströmenden Gästen die Teller. Erneut bestand Gelegenheit zum Gespräch, hauptsächlich über die gerade erlebte Bühnenkunst.

Ein guter Künstler zeigt erst in der zweiten Halbzeit seine Spitzenleistungen: Martin Funda erwies sich hier als ein Gitarrist und Violinist, der sogar im Kopfstand – unter Mitwirkung von zwei Assistenten aus dem Publikum – noch Gitarre spielen konnte (siehe Foto). Danach war es kein Wunder, dass das Publikum mit anhaltendem Applaus noch eine Zugabe forderte und erhielt, bis der Künstler schließlich erklärte, er müsse nun aber nach Hause und ins Bett.

Durfte er aber nicht, weil der Vorsitzende ihm zunächst mit launigen Worten eine Flasche Wein überreichte, um dann noch einmal auf den beklagenswerten Zustand der Orgel und das Körbchen am Ausgang hinzuweisen.

Strahlende Gesichter und ein wohlgefülltes Körbchen für die Orgel waren das Ergebnis dieses schönen und unterhaltsamen Abends.

- Mathias Dubke –

   
© Evangelische Kirchengemeinde Ergste
Monat732 46716Insgesamt

Aktuell sind 164 Gäste und keine Mitglieder online