Berichte aus der Gemeinde

Glaubenskurs 2017: Quellen aus denen Leben fließt

Der Glaubenskurs zum Ende des Winters ist schon fast eine Institution in der Ergster St. Johannis-Gemeinde. Der diesjährige Kurs war bereits der neunte und fand an drei Dienstag-Abenden im Februar in unserem Gemeindehaus statt. Das Thema „Quellen, aus denen Leben fließt“ stellt Verbindungen her zwischen Lebenssituationen der Menschen in der Gegenwart und Begegnungen mit Jesus, wie sie im Neuen Testament berichtet werden.

Der erste Abend handelte zunächst von einem großen Missverständnis (Joh 4, 5-30): Jesus trifft am Jakobsbrunnen eine Samariterin. Sie schöpft für ihn Wasser aus dem Brunnen. Er verspricht ihr „lebendiges Wasser“, das jeden Durst bis in Ewigkeit stillen wird. Sie freut sich darauf, dass sie dann niemals mehr Wasser schöpfen muss. – Ganz langsam beginnt sie jedoch zu ahnen, dass Jesus größer ist als alle Propheten und dass er ihr Leben viel grundlegender verändern wird als nur bezüglich des Wasserschöpfens. Parallel dazu erarbeiteten die Kursteilnehmer, dass das lebendige Wasser der Glaube ist und dass Menschen, die sich von diesem Wasser berühren und verwandeln lassen, die Wahrheit Gottes erkennen und selbst zu einer Quelle werden.

Bibelstelle des zweiten Abends war der sogenannte „vierfache Acker“, ein Gleichnis über das in drei Evangelien berichtet wird (Mt 13, 1-9; Mk 4, 1-9; Lk 8, 4-8). Es handelt davon, dass beim Vorgang des Säens die Bodenqualität eine große Rolle spielt: Es kann sich um festgetretene Erde, um Fels, um unkrautigen Boden oder um einen guten Humusacker handeln. Herausgearbeitet wurde, dass das Saatgut in diesem Gleichnis Gottes Wort ist, welches bei den Menschen auf sehr unterschiedliche Resonanz treffen kann. Der Sämann – Jesus – ist die Quelle des Glaubens.

Am dritten Abend ging es um Lebenswege: Wege unter unterschiedlichen Bedingungen und mit unterschiedlichen Erfahrungen: Krumm, gerade, steil, lieblich … . Dies wurde anhand des Bodenbildes deutlich (Bild 2). Die zugehörige Bibelstelle ist der schwere Weg von Jerusalem nach Emmaus, den zwei Jünger nach dem Tod Jesu gehen (Lk 24, 13-35). Dieser Weg ist deshalb so schwer, weil die großen Hoffnungen, die sie in Jesus gesetzt hatten, nun verloren erscheinen. Ein Fremder gesellt sich zu Ihnen und legt ihnen anhand der biblischen (alttestamentarischen) Texte dar, dass der Messias gemäß der Schrift zwingend den Tod erleiden musste. Es wird immer heller in ihren Herzen. Schließlich erkennen die Jünger in diesem Fremden den auferstandenen Christus, der für sie zur Quelle neuer Kraft wird. Daher können sie leicht den weiten Weg von Emmaus nach Jerusalem zurückeilen, um den dort versammelten Jüngern die frohe Botschaft ihrer Begegnung mit dem Auferstandenen zu berichten.

Geleitet wurde der Kurs von Ursula Fischer und Bettina Gockel. Das pädagogische Konzept basierte auf Bodenbildern, also Landschaften, die in der Mitte eines großen Stuhlkreises auf dem Fußboden aufgebaut waren (siehe Bild 2); außerdem auf Texten, Bildern und Liedern. Theologisches Vorwissen wurde bei diesem Kurs nicht erwartet. Schön war die Offenheit in der Gruppe. Die Teilnehmer diskutierten und brachten eigene Glaubenserfahrungen ein.

Ein herzliches Dankeschön ging an die beiden Leiterinnen, nicht nur für den Kurs, sondern auch für die zeitintensive Teilnahme an den Schulungen. Weiterer Dank galt der musikalisch-instrumentalen Unterstützung durch Frau Pritz und Frau Zierke. Gern erwähnt sei an dieser Stelle auch die Förderung durch die Johannisstiftung.

Mathias Dubke

LEGOFOSO

Am ersten Sonntag im April kamen über 30 Kinder ins Ergster Gemeindehaus  zu der vom Kindergottesdienstteam angebotenen Aktion LEGOFOS. LEGOFOSO ist die Abkürzung von LEGO-FOTOSTORY-SONNTAG. Begeistert und mit viel Fantasie bauten die Kids in Gruppen Szenen  aus der biblischen Ostergeschichte nach, angefangen vom Einzug Jesu in Jerusalem über die Verurteilung bis hin zur Auferstehung und anschließenden  Begegnung Jesu mit den Jüngern. Auch die Erwachsenen hatten viel Spaß bei der Aktion. Die verschiedenen Szenen wurden fotografisch festgehalten.

Nach dem Bauen konnten sich die Kinder draußen beim gemeinsamen Spiel austoben. Dann schauten sich alle gemeinsam die entstandene Legofotostory an. Anschließend gab es für die kleinen und großen Baumeister  einen  Mitbringbrunch, der keine kulinarischen Wünsche offen ließ. Es gab Würstchen und Kuchen, Schokoküsse und Brezeln, Möhren und andere gesunde Rohkost und vieles mehr.

Ein Kind sagte schon beim Ankommen: „Ich finde es gut, dass ihr solche Aktionen macht.“ Das wird sicher nicht die letzte Legoaktion in Ergste sein.

Wer neugierig auf die Fotostory ist, ist herzlich zum Familiengottesdienst am Ostersonntag in der Ergster St-Johannis Kirche 10.00 Uhr eingeladen, in dem die Fotostory eine wichtige Rolle spielen wird. 

Jonglage, Hotdogs und die Botschaft der Bibel

Vom 14. bis 18. März fand in Ergste erstmalig Jesushouse statt, organisiert und durchgeführt vom CVJM Ergste zusammen mit Thomas Seeger aus Bargteheide, Teen- und Jugendreferent vom EC-Nordbund,  Die JugendveranstaltungJESUSHOUSEmöchte jungen Leuten zwischen 13 und 21 Jahren den christlichen Glauben verständlich näher bringen. Vom 20.02. bis 02.04.2017 gibt es JESUSHOUSE an 250 Orte in Deutschland. Die jeweiligen Veranstalter entscheiden sich entweder für die Altersstufe 13- 17 oder 17 bis 21 Jahre.

In Ergste lud der CVJM von Dienstag bis Freitag Jugendliche im Alter von 13 bis 17Jahre ins Gemeindehaus ein, um miteinander Spaß zu haben, etwas zu essen und miteinander in der Bibel zu lesen. Der letzte Abend, Jesushouse in der Kirche war besonders gut besucht. Der CVJM Ergste, bekannt für sein riesiges Repertoire an Spielen, hatte im Gemeindehaus einiges an Spielen vorbereitet, vom Kicker, Dart, Carabande über Kalindrom  bis zum Mini Discgolf.

Zusätzlich gab es jeden Tag Workshop-Angebote Kreatives (Taschenbemalen), Musikband, Erste Hilfe, Discgolf, Jonglage, die von den Jugendlichen begeistert angenommen wurden. Anschließend gab es Stärkungen. An jedem Tag gab es einen anderen kulinarischen Snack: Sandwiches, Crêpes, Hotdogs, Muffins, Rohkost, da war für jeden Geschmack etwas dabei.

Im Anschluss an  Spiel, Sport, Spaß und Snacks stand dann eine Beschäftigung mit einer biblischen Geschichte auf dem Programm. Jeder Abend stand unter einem Thema, wie z.B.: „ Nah. Du wirst besucht“ (Weihnachtsgeschichte nach Lukas) oder „Dabei. Du wirst staunen“  (Lukas, 24 Emmausjünger). Die Jugendlichen lasen gemeinsam die Geschichte und konnten ihre Fragen zum Bibeltext an Thomas Seeger stellen. „Ich staune, was in euren Köpfen abgeht. Die besten Fragen sind die, die mich mir selbst noch nicht gestellt habe.“ Er wurde ganz schön gefordert von den Jugendlichen. Nach Beantwortung der Fragen gab Thomas Seeger noch einen Impuls, warum ihm die Geschichte wichtig ist und was sie mit einem Leben mit Gott zu tun hat.

Thomas Seeger war die Begeisterung für die Bibel und die Freude und Spaß mit Jugendlichen zusammen zu sein, deutlich anzumerken.

Sven Körber, vom CVJM Organisationsteam war sehr erfreut: „Ich habe das Gefühl, die Jugendlichen gehen froh nach Hause. Das Gesamtkonzept Spiel, Spaß, Begegnung und Botschaft kommt an“  Bei JESUSHOUSE müssen die jungen Leute nichts leisten oder etwas vorweisen, sie können einfach da sein, so wie sie sind. Dass sie sich sehr wohl gefühlt haben, wird daran deutlich, dass einige an jedem Abend gekommen sind und sogar andere Aktivitäten wie Musikschule hierfür ausfallen ließen.

An jedem Abend gab es musikalische Unterstützung aus unterschiedlichen Orten, die Band der Kirchengemeinde Ergste war dabei, die in dieser Besetzung zum ersten Mal gemeinsam auftrat, Philipp Sternemann am Flügel vom Jugendreferat Iserlohn, Ten Sing aus Hennen und eine CVJM Band aus Wuppertal.

Am Ende von JESUSHOUSE  blickte das Organisationsteam auf eine schöne Zeit zurück, „Super“, so beschrieb Martin Zierke kurz und treffend, Vorsitzender des CJVM, die Woche. Es hat nicht nur den jugendlichen Gästen gefallen, auch die Teamer haben etwas für sich mitgenommen. „Es tut gut, mal über den eigenen Tellerrand zu schauen “, so beschrieb Martin Zierke die Impulse von Thomas Seeger. Diese Woche wird sicherlich allen Teamer und Besuchern in positiver Erinnerung bleiben.

Annette Kaufmann

Foto von links nach rechts: Martin Zierke, Sven Körber und Thomas Seeger

Unglaublich - Kirchenkabarett

Der Bauverein lud zum Kirchenkabarett

Unglaublich

Unter dieser Überschrift lud der Bau- und Förderverein für Freitag, den 04.11.2016, zu einem Kabarettabend mit dem Hattinger Solokabarettisten Martin Funda ein. Dieser ist neben seiner selbständigen Künstlertätigkeit mit einer halben Pfarrstelle in der Ev. Kirche von Westfalen tätig und hat seinen Dienstsitz in Sprockhövel.

Erster Programmpunkt war – nachdem man dem freundlichen Empfangsteam im Eingangsbereich des Gemeindehauses seine Eintrittskarte gezeigt hatte – ein Sektempfang im Foyer und im kleinen Saal. Dabei wurden ausgiebig Kontakte gepflegt. Im großen Saal waren für die ca. 100 Gäste bereits drei lange Tafelreihen mit gutem Blick auf die Bühne aufgebaut.

Eröffnet wurde der Abend vom Vorsitzenden, Herrn Hartmut Pritz. Er wies in seiner Ansprache auf die Aufgaben des Bauvereins hin, auf die zahlreichen bislang geförderten Projekte und auf das aktuell förderungsbedürftige Sorgenkind: Die Orgel.

Dies wurde anschließend sofort von dem Kabarettisten, der in roter Hose und weißem T-Shirt an der Bühnenrampe gesessen hatte, aufgegriffen: Er habe im Freitagsstau vor Ergste überlegt, ob man die Orgel nicht durch eine Ziehharmonika ersetzen könne; oder besser, ob er die Orgel aus seiner eigenen Kirche in Sprockhövel mitbringen sollte. Die hätte allerdings nach dem Transport möglicherweise ebenfalls Förderungsbedarf.

Außerdem gewann er die Sympathien des Publikums, indem er ein bekanntes Wortspiel neu erfand: Sein Auftritt in Ergste könnte sich als die ärgste Herausforderung seiner bisherigen Karriere erweisen.

Sodann zeigte er sich als Kenner der Kirchenbürokratie: Nachdem er sich überzeugt hatte, dass auch Katholiken im Publikum saßen und die Veranstaltung somit ökumenisch war, reimte er: „Der große Gott in seinem Zorn schuf Bielefeld und Paderborn“. Damit ‚zitierte‘ er seine evangelischen und katholischen Amtsbrüder, die vom Landeskirchenamt Bielefeld bzw. vom Erzbistum Paderborn aus regiert werden.

Während das Publikum sich noch amüsierte, hatte ein freundliches Team im kleinen Saal ein liebevolles kaltes Schnittchenbuffet aufgebaut. Dieses Team füllte auch den nach dem Pausensignal vorbeiströmenden Gästen die Teller. Erneut bestand Gelegenheit zum Gespräch, hauptsächlich über die gerade erlebte Bühnenkunst.

Ein guter Künstler zeigt erst in der zweiten Halbzeit seine Spitzenleistungen: Martin Funda erwies sich hier als ein Gitarrist und Violinist, der sogar im Kopfstand – unter Mitwirkung von zwei Assistenten aus dem Publikum – noch Gitarre spielen konnte (siehe Foto). Danach war es kein Wunder, dass das Publikum mit anhaltendem Applaus noch eine Zugabe forderte und erhielt, bis der Künstler schließlich erklärte, er müsse nun aber nach Hause und ins Bett.

Durfte er aber nicht, weil der Vorsitzende ihm zunächst mit launigen Worten eine Flasche Wein überreichte, um dann noch einmal auf den beklagenswerten Zustand der Orgel und das Körbchen am Ausgang hinzuweisen.

Strahlende Gesichter und ein wohlgefülltes Körbchen für die Orgel waren das Ergebnis dieses schönen und unterhaltsamen Abends.

- Mathias Dubke –

   
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