Berichte aus der Gemeinde

Kirchentag in Ergste

Beim diesjährigen Kirchentag hat sich die Kirchengemeinde Ergste mit zwei Aktionen beteiligt. Am Abend der Begegnung war sie mit einem Stand vertreten, der die Besucher einlud, ein besonderes Puzzle aus Holzwürfeln zu legen. In Ergste gibt es seit einigen Jahren den Segensweg, ein rund 12 km langer Weg, der an Kunstwerken entlangführt, die jeweils zu einem Bibelvers gestaltet sind.

Auf zwölf Würfeln war jeweils ein Foto einer Segenswegstation, auf zwölf weiteren die passenden Bibelverse. Wenn nun die Würfel richtig zueinander geordnet waren und in der richtigen Reihenfolge, konnte man auf der Rückseite das Wort „Segensweg“ lesen.

Das Team Ergste war beindruckt vom Interesse, die drei Puzzlesets waren permanent im Einsatz.

Am Samstagabend luden die Ergste zu sich nach Ergste ein. Im Rahmen des Tageszeitengebetes gab es das Angebot, eine verkürzte Runde des Segensweges zu gehen. Rund 30 Kirchentagsbesucherinnen und Besucher trafen sich am Ergster Bahnhof. An den Stationen gab Pfarrer Thomas Gössling  kurze Erläuterungen  und  geistlichen Impulse. Aber auch Mitmachen war möglich, wie z.B. konnte jeder sich an die Segensleiter auf den Boden legen und in den Himmel schauen wie Jakob, der an der Himmelsleiter schlief.

Danach ging es zum Gute-Nacht-Café ins Gemeindehaus. Im Laufe des Abends fanden sich ca. 50 Personen ein, um miteinander ins Gespräch zu kommen oder zu singen. Das Ergster Kirchentagsteam war sehr erfreut und überwältig über die große Resonanz.  Kirchentagsbesucher, die in Hagen untergebracht waren, schauten genauso vorbei wie ein Besucher aus Norddeutschland oder interessierte Gemeindeglieder.

Alle waren sich einig, die aktive Teilnahme am Kirchentag war eine tolle und bereichernde Sache.

Am 7.Juli beim diesjährigen Gemeindefest gibt es für alle nun Interessierten, die Möglichkeit, das Puzzle selber auszuprobieren.

Annette Kaufmann

Bereits zum zehnten Mal lud die Kirchengemeinde Ergste zum Segenwegstag ein. Immer am Sonntag nach Pfingsten Trinitatis trifft sich die Gemeinde und alle Interessierten aus der Umgebung in der Kirche zu einer kurzen Andacht, um dann gemeinsam den rund 12 Km langen Segensweg zu gehen. An den 12 Kunstwerken, die von verschiedenen Künstlern zu jeweils einem Bibelvers gestaltet worden, gaben Pfarrer Thomas Gössling und Simone Rynk Impulse zum Nachdenken oder luden ein zur einer Aktion, die jeweils passend zum Thema des jeweiligen Kunstwerkes waren.

Viele der diesjährigen Pilger waren schon öfter dabei. Sogar aus Bochum sind diesmal extra Pilger angereist, um mitzumachen.

Der Segensbaum am evangelischen Kindergarten erstrahlte in neuem Glanz, Uschi und Burkhard Vielhauer haben die von ihnen gestaltete Station, Eröffnung 2006, frisch restauriert.

Ein Jubiläum gab es auch an der Station Mühlstein „Unser täglich Brot gib uns heute“ zu feiern, Pfingsten 2009 wurde diese Segenswegstation, die unter der Patenschaft der CDU Ergste steht, eröffnet.

Zum Jubiläum gab es von der Ergster CDU mit Schmalz und Kräutercreme belegte Brote und Wasser als Stärkung der müden Pilgerinnen und Pilger.

An der Elsebad-Tauffstation überraschte Matthias Holtmann, der in gewohnter Weise hervorragend für die musikalische Begleitung sorgte, eine junge Frau mit einer selbst gedichteten Strophe seines Elsebachliedes. Diesen 30. Geburtstag wird sie sicher nicht so schnell vergessen.

Zum Abschluss des Segenwegtages hatte jeder die Möglichkeit, sich persönlich segnen zu lassen.

Müde und erschöpft, erfüllt mit vielen schönen Eindrücken ging es dann nach einer kleinen Stärkung dann nach Hause.

Wer es nun bedauert, nicht teilgenommen zu haben, hat nächsten Samstag´22. Juni, die Chance im Rahmen des in Dortmund stattfindenden Kirchentags, einen Teil des Weges zu gehen. Treffpunkt ist 20 Uhr am Ergster Bahnhof. Thema ist „Innenhalten auf dem Segensweg.“ Anschließend sind alle um 21.00 Uhr eingeladen, zum Gute-Nacht-Café ins evangelische Gemeindehaus „Auf dem Hilf“ zu kommen.

Annette Kaufmann

Am 1. Sonntag im Juni feierte der ökumenische Kirchenchor Ergste sein 100-jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst. Zu diesem Anlass strömten viele Menschen in die Ergster St. Johannis-Kirche. Der Chor ist seit 22 Jahren ökumenisch, davor war er rein evangelisch. Er ist seit seiner Gründung ein gemischter Chor.

An diesem feierlichen Anlass erfreute der Chor unter der Leitung von Organist Werner Broszeit  mit Simone Asúa-Honert als hervorragende Solistin und Wakako Yamanaga, brillant an der Orgel, die Zuhörer mit der Hymne  „Hör mein Bitten“ von Felix Mendelssohns Bartholdy.

Pastor Josef Kalkusch  (Pfarrer im Ruhestand)  erzählte in seiner Festansprache sehr humorvoll von seiner Ergster Zeit. Er ist in Ergste aufgewachsen und hat in der Zeit viel mit dem Chor erlebt.  So erinnerte er kurzweilig an viele Personen, die eine wichtige Rolle in der Chorgeschichte gespielt haben. In seiner Predigt betonte die Bedeutung der Musik und des Gesanges für den Glauben. „Im Himmel gibt es keine Predigt mehr, nur Musik/Gesang. Wer singt, betet doppelt.“, so seine Worte.

Auch das Wetter war in Festlaune, so dass im Anschluss an den Gottesdienst bei strahlendem Sonnenschein alle Chormitglieder und Gottesdienstbesucher gemeinsam mit Sekt und Saft feierten konnten.

Am Anschluss daran traf sich der erschöpfte und glückliche Chor in einer Gaststätte zu einem geselligen Mittagessen, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen. Dieser Tag wird bei vielen sehr positiv nachklingen.

Annette Kaufmann

 

100 Jahre - eine lange Zeit! Damals wie heute gibt es in Ergste die Kirchenmusik.

Gegründet wurde der ev. Kirchenchor im Jahr 1919. Erste Chorleiter waren

Walter Höher und Emil Hövelmann. 1939 konnte der Chorleiter Gustav Nierstenhöfer,

trotz der schwierigen Kriegszeit, Sängerinnen und Sänger als Chor zusammenhalten. So 

hätte der Chor 1944, wieder unter der Leitung von Emil Hövelmann, gerne das 25-jährige

Bestehen gefeiert, was aber kriegsbedingt nicht möglich war. Im Jahr 1947, in Ergste

wurde nach wie vor gesungen, gelang es der Pfarrfrau Ilse Goeke und deren Sohn 

Hans Eberhardt, nicht nur das Jubiläum nachzuholen, sondern auch die Aufrechterhaltung 

eines aktiven Chorlebens. 

Dann folgte eine Zeit, in der kein Chorleiter zur Verfügung stand. 

Als jedoch im Jahr 1972 Pfarrer Wolf Wawrzinek in Ergste die Pfarrstelle antrat, ergriff

er mit seiner Frau und der derzeitigen Organistin Lydia Neumann die Initiative, den

  1. Kirchenchor neu aufleben zu lassen. Nachfolger von Frau Neumann wurde einige Jahre

später Walter Frankholz, der den Chor bis 1983 leitete. 

Im gleichen Jahr trat Werner Broszeit die Organistenstelle in der Gemeinde an und

übernahm auch den Chor. Im Jahr 1997 schloß sich der kath. Kirchenchor Ergste

mit dem ev. Kirchenchor zusammen und es entstand der Ökumenische Chor.

Dieser kann inzwischen auf  22 Jahre turbulentes Chorleben zurückblicken.

Es gab viele schöne Konzerte,  interessante Begegnungen mit Gastsängern,

Musikern oder auch anderen Chören.

Es gab wunderschöne und erlebnisreiche Reisen ins In- und Ausland.  

Es gab große und kleine Geburtstagsfeier, es gab aber auch traurige Abschiede

und es gibt jeden Donnerstag Chorprobe .....

100 Jahre -  Das will gefeiert werden !

Sonntag, 2.06.2019 um 10.00 Uhr Festgottesdienst in der ev. St. Johannis-Kirche 

mit Pastor Josef Kalkuschi.R. (Ergster Jung und ehem. Sänger im ev. Kirchenchor)

Unter der Leitung von Werner Broszeit wird u.a. zu hören sein die Hymne für Sopransolo und Chor

„Hör mein Bitten“ von Felix Mendelssohn Bartholdy mit der Schwerter Sopranistin Simone Asúa-Honert.

An der Orgel begleitet werden die Musiker von der Organistin Wakako Yamanaga .

Sonntag,  22.09.2019 um 15.00 Uhr Konzert im ev. Gemeindehaus

mit der Mezzosopranistin Sybille Eichhorn und dem Pianist Volker Kolmetz

Sonntag, 15.12.2019 um 17.00 Uhr Weihnachtskonzert in der kath. St. Monika-Kirche 

                                                                                                              Marlis Bornemann

   
© Evangelische Kirchengemeinde Ergste