Eine schöne Tradition in Ergste ist mittlerweile der immer am ersten Sonntag nach Pfingsten (Trinitatis) stattfindende Segenswegtag. Der Segensweg mit seinen 12 Kunstwerken ist eine Art geistlicher Pilgerweg.  Er lädt ein, auf Gottes Impulse im eigenen Leben zu hören und  sich zu öffnen für Gottes Segen als Quelle und Kraft für jeden Tag.

Aus Ergste und aus umliegenden Orten machten sich in diesem Jahr rund 35 interessierte Menschen auf, um gemeinsam den 12, 6 km langen Segensweg  zu gehen. Nach einer kleinen Andacht und Einführung in der Ergster St.-Johannis-Kirche  ging es gemeinsam los. Mal schweigend, mal plaudernd, so wie es dem einzelnen grad zumute war. An den zwölf Kunstwerken versammelte sich die Gruppe, um das Kunstwerk zu betrachten und auf den Bibelvers zu hören, zu dem die Station entstanden ist. Pfarrer Thomas Gössling und Simone Rynk führten durch den Tag.

An den Segenswegstationen gab es viele musikalische Leckerbissen zu hören, die eindrucksvoll gespielt wurden von Mathias Holtmann und Emma Rynk. Nebenbei lernte man neue Instrumente kennen. Wer kannte vor diesem Tag eine Berimbau, ein Musikbogen aus dem Nordosten Brasiliens?

 „Das Schöne am Segensweg ist, dass man einfach da sein kann“, so eine regelmäßige Segenswegpilgerin. Einige Teilnehmer erinnerten sich an aufregende und spannende Entstehungsgeschichten der einzelnen Kunstwerke und erzählten mit leuchtenden Augen davon. Der siebte Segenswegtag wird nicht der letzte sein - die Ergster gehen ihren Segensweg, egal ob es regnet oder drückend heiß ist.

Annette Kaufmann

   
© Evangelische Kirchengemeinde Ergste