„Was ist die Frauenhilfe?“, fragte Pfarrer Thomas Gössling seine Konfirmanden im Konfirmandenunterricht. Zuerst kam keine Antwort, dann schlussfolgerten die Jugendlichen: Dass sind Frauen, zu denen können andere Frauen kommen. Denen wird dann geholfen.“

Frauen helfen anderen Frauen. Vor 115 Jahren entstand die Frauenhilfe in Ergste. Kaiserin Auguste unterschrieb die Gründungsurkunde. Die Grundidee war, dass Frauen zu hilfsbedürftigen Frauen gingen und ganz praktische Hilfe zu leisten, wie z. B. eine warme Mahlzeit zu einer armen Familie bringen. Denn soziale Absicherungen wie heute gab es damals nicht.

Zur Frauenhilfe gehört dreierlei, das diakonische Hingehen zu hilfebedürftigen Frauen, die Verbundenheit mit der Bibel und das fröhliche Beisammensein.

Am 23. September begann das Frauenhilfejubiläum in Ergste mit einem Gottesdienst, im Anschluss ging es ins Ergster Gemeindehaus, um bei gemeinsamen liebevoll zu bereitetem Mittagessen zu feiern und in Erinnerungen zu schwelgen. Eine Frauenhilfedame hatte ihre Enkel motiviert zu kommen, die dann gemeinsam mit einer Freundin, alle Gäste mit Musik erfreuten und zum gemeinsamen Singen einluden. Später ging das Erzählen bei Kaffee und selbstgebackenen Kuchen weiter. Ohne Frauenhilfe würde doch mancher Ergsterin etwas fehlen.                                     Annette Kaufmann

   
© Evangelische Kirchengemeinde Ergste